Zurueck in Argentinien war noch ein Ort geplant, bevor wir ueber Buenos Aires - Salvador - Frankfurt - Berlin wieder nach Hause reisen und das war Mendoza. Die Stadt befindet sich ziemlich auf der Mitte der argentinischen Landkarte und ist hauptsaechlich aufgrund der zahlreichen Winzereien im Umkreis ein beliebtes Reiseziel. Viele Besucher verbringen sicher Tage in den Bodégas, uns war ein halber Tag genug und mein persoenliches Highlight war auch eher die Schokoladefabrik auf halbem Wege, wo man nicht nur Schokolade probieren konnte, sondern auch Schokoladenliqueure und verschiedene andere suesse Sachen. Holger hat einen kleinen Weinlehrgang in der Trapiche-Winzerei mitgemacht und kann euch beim naechsten gemeinsamen Weinchen ne Menge zu diesem erzaehlen.
Die Stadt Mendoza laedt foermlich zum Spazieren ein, breite Alleen, huebsche Haeuser und zahlreiche Parks kann man zu Fuss erkunden und dabei die fuer Herbst immer noch sehr warmen Temperaturen geniessen.
Ausserdem liegt die Stadt am Fusse der Anden und somit eigentlich in einer recht trockenen Region. Dennoch wurden wir Zeuge sinnflutartiger Regenguesse, die die Strassen in Fluesse verwandelten und deren Durchquerung kaum mehr moeglich war. Wir versuchten es und scheiterten klaeglich, so dass Holger nun eine grosse Schramme als Souvenir mit nach Deutschland traegt. Aber, wir denken positiv, denn 1. wurden wir gleich von hilfsbereiten Menschen aufgelesen und mit dem Auto nach Hause gefahren und 2. gibt es solche Regenschauer in der Region wohl nur an 10 Tagen im Jahr...und wir konnten das miterleben.
Da es nur noch wenige Tage bis zur Heimfahrt sind, habe ich mir ein kleines Abschiedsgeschenk gemacht und war Paragliden. Mendoza veranstaltete auch schon die Championships im Paragliden, somit klang das fuer mich nach einem perfekten Ort. Die ganze Sache ist eigentlich ganz harmlos, man faehrt auf einen Berg (in meinem Fall der Cerro Arco), kriegt einen kleinen Sessel an den Ruecken geschnallt, der mit dem Schirm verbunden ist und dann laeuft man, waehrend der Tandempartner den Schirm aufrecht bringt, auf den Abrund zu und schwupp, fliegt man in einer angenehmen Geschwindigkeit so seine Runden um die Berge ab ins Tal. Der Partner macht die ganze Arbeit, gibt Tipps waehrend des Flugs, macht wenn man will nen paar verrueckte Drehungen und man selber sitzt in dem Sessel, geniesst den Ausblick und kann sogar auch Bilder machen. Dann landet man mit schnellen Schritten nach 20 bis 30 Minuten wieder auf der festen Erde und ist total happy!!!
Und der letzte Tag fuehrte uns in ein Thermalquellenbad, knapp 40km ausserhalb von Mendoza. Wie in einer kleinen Oase in der Wueste kann man sich in den zahlreichen waermeren oder kaelteren Becken die von den schweren Ruecksaecken geplagten Schultern und Ruecken entspannen und einfach mal nichts tun.
Termas Cacheuta
Dies werden unsere letzten Zeilen an euch in dieser Form sein. Wir hoffen, wir konnten euch einen guten Eindruck ueber unsere Geschehnisse in Suedamerika vermitteln und vielleicht eine Anregung fuer eure naechste Reise liefern. Acht Monate sind vorbei, wir haben viel erlebt und gesehen, neue Kulturen kennengelernt, unglaubliche Menschen getroffen und auch viele neue Freunde gefunden. Und eines ist gewiss, das war nicht das letzte Mal Suedamerika!!!
1 Kommentar:
...und nun gibt es ein neues Blog über das Leben in Potsdam? Hab mich doch so daran gewöhnt die letzten acht Monate auf eurer Seite zu lesen und muss schon sagen, dass es sehr beeindruckend war! Wir freuen uns schon auf all die Fotos und kleinen Geschichten und natürlich dadrüber, dass ihr wieder heil zurückgekommen seid!
Ganz liebe Grüße
Familie Just :)
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