Nach Bariloche schloss sich eine 1,5-taegige Reise nach Valparaiso an, mit kurzem Zwischenstopp in Puerto Montt, welches ebenfalls schon in Chile liegt. Interessant auf diesem Wege war die akribische Arbeit der chilenischen Zollbeamten zu beobachten, welche jegliches Gepaeckstueck genauestens begutachteten und screenten. Keinerlei Naturmaterial, dass entweder noch Samen besitzt (Obst oder Gemuese) oder Transporter von Bakterien oder Viren darstellen koennte, darf u.a. ueber die Grenze geschmuggelt werden. Ich finde das sehr vernuenftig und gehe davon aus, dass auch jegliche Insekten, die Pollen an den Beinchen tragen, bzw. andere Tiere, die so durch die Natur stapfen oder fliegen und die kilometerlange Laendergrenze zwischen Argentinien und Chile ueberqueren, in der Form ueberprueft werden, denn sonst wuerde das alles ja keinen Sinn ergeben, oder?
In Puerto Montt hatten wir 5 Stunden Aufenthalt bis zur Weiterfahrt und nutzten diese, uns ein grosses Lachsgericht im Fischmarkt zu bestellen, denn die Stadt ist fuer riesige Lachsfarmen bekannt. Was wir erhielten, muss wohl mal ein ganzer Lachs gewesen sein, so viel Fisch befand sich auf unseren Tellern. Der Rest, denn das war einfach nicht zu schaffen, wurde in Form von Fischbroetchen mit auf den Bus genommen.
Valparaiso liegt eine Busstunde von der Haupstadt Chiles, Santiago, entfernt. Die Stadt befindet sich direkt am Meer, reicht aber auch weit in die Berge hinein und ich habe noch nie Berghaenge so bebaut gesehen. Dies ergibt ein lustiges Bild auf dem Stadtplan, mit lauter kurvigen kleinen Strassen, die z.T. schwierig zu finden sind. Genau das aber gibt der Stadt seinen Charme, denn man kann unendlich die Gassen entlangspazieren, teilweise eher erklimmen, die buntern Haeuschen betrachten und den Ausblick auf die Stadt und den Hafen geniessen. Da die Chilenen aber keine Bergziegen sind, haben sie sich schon teilweise schonvor 100 Jahren kleine Aufzuege gebaut, die sie rumpelnd hinauf in die Berge zu ihrem Haeusern befoerdern. Wir haben diese abenteuerliche Fahrt auch einige Male mitgemacht, waren aber jedes Mal froh, heil angekommen zu sein.
Ob ihr es glaubt oder nicht, aber ein Nationalgericht Chiles ist der Hot Dog, der hier mit reichlich gehackten Tomaten, Avocadocreme und Mayonese zubereitet wird. Das saettigt dann fuer eine Weile. Ebenfalls fuer Voellegefuehl im Bauch sorgt ein Gericht mit dem Namen "Chorillana" ,ein Berg Pommes, mit gebratenene Zwiebeln und Kaese darauf und ganz obenauf noch ein Fleischberg. Getrunken wird als alkoholisches Getraenk gern der Pisco, ein aus Weintrauben hergestellter Schnapps, den es in vielen Geschmacksvarianten gibt.

Ben und ein Teller Chorillana fuer 2 Personen
Mit unserem Freund Ben, den wir ja schon aus Argeninien kannten und Lea, einer deutschen Aerztin, welche nun ein Praktikum in Bolivien macht, haben wir uns fuer einen 10km Lauf angemeldet und diesen mit 1000 anderen durchgezogen. Anschliessend gab es reichlich Essen, eine Siegerehrung und Tombola. Leider kann kein Bildmaterial dazu gezeigt werden, denn wir haben unsere Kamera aus Sicherheitsgruenden im Hostel gelassen. Ben, der sie dabei hatte, hat das leider spaeter bereuht, denn sie wurde ihm mitsamt Rucksack spaeter am Strand geklaut. Armer Ben! Zum Trost haben wir ihn noch ein paar Tage in den Norden Chiles begleitet.
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