Zu einem wichtigen Bestandteil unseres Aufenthaltes gehoert die Capoeira. Trainieren koennen wir Montag bis Freitag 19.30-21:00, sowie drei Mal die Woche am Morgen von 9:00‑10:30 in einem kleinen Raum, Senzala (auf deutsch Sklavenhuette) genannt. Waehrend wir am Vormittag den Platz der Senzala meist nur zu sechst teilen, ist sie am abend mit 15 bis 25 Trainierenden dicht gefuellt. Viele der ortsansaessigen Capoeiristas trainieren seit dem Kindesalter und bewegen sich in Geschwindigkeiten, die teilweise mit dem Auge kaum zu erfassen sind. Da will man sich aus den Rodas eigentlich lieber raushalten, aber das gestattet hier natuerlich niemand, wobei bei uns bisher immer viel Ruecksicht genommen wurde.

Hier ein Gruppenbild, wir sind aber haeufig mehr Leute
Am Abend haben wir manchmal die Moeglichkeit des Musiktrainings, was wir natuerlich nutzen wollen und uns dazu gleich in der ersten Woche eine Berimbau selbst gebaut haben, unter Anleitung einer der Trainer. Fuer Leser des Blogs, die sich mit der Capoeira nicht so auskennen, die Berimbau ist ein Seiteninstrument, welche, so einfach sie aussieht, einiger Uebung bedarf, sie zu spielen. Mit Hilfe eines Steines oder einer Muenze und eines Stoeckchens werden drei verschiedene Toene erzeugt, die eine Vielfalt von Takten ergeben koennen.

Berimbauherstellung zusammen mit Barbicha

Bateria Regional:1 Berimbau und 2 Pandeiros
Zwischen den Einheiten bleibt dann ein wenig Zeit fuer den Haushalt, wie Waesche waschen, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, da der Luxus einer Waschmaschine nicht vorhanden ist, frische Lebensmittel einkaufen und kochen. Und natuerlich auch relaxen am Strand oder auf dem Balkon, um Energie zu tanken.
Gleich in der ersten Woche haben wir auch mit Englischunterricht fuer einen der Schueler der Academia angefangen, spaeter kam noch eine Schuelerin dazu, die aber Deutsch lernen will.

Cindy und Suzanna beim Deutschunterricht
Vor ein paar Wochen haben wir dann auch das erste Mal Englischunterricht mit den Kids der Capoeira-Gruppe gehabt, was sehr lustig war und wo wir sicher noch viel Kreativitaet walten lassen muessen, um die Kleinen am Ball zu halten.

Englischunterricht im Chaos
Kaum hatten wir die Kamera rausgeholt, waren die Kinder nicht mehr am Platz zu halten, schwerer Fehler, das machen wir nie wieder... .
Am Wochenende war die Batizado/ Troca de Corda der Kinder, d.h. Guertelvergabe war angesagt. 115 Kinder sind dazu angetreten und Holger, als ´alter Schueler´hier, durfte erstmals dazu Kiddis durch die Luft werfen...nein, nein, er war ganz lieb, wie man auf dem Foto sieht.
3 Kommentare:
Na da kann sich Holger ja schon prima auf sein späteres Lehrerdasein einstimmen:-)
Liebe Grüße an euch zwei!!!
Mit der Hand Wäsche waschen... Cindy... ich ziehe den Hut vor dir!!!
1000 besos de Jules
Hallo Holli...hallo Cindy! Ach was Ihr für schöne Sachen da macht. GAAAAAAAAAAAAAAAANZ toll find ich das!! Ich wollt nur mal hallo sagen, und dass ich euch sehr vermisse...obwohl ich wenig Zeit hab! Das Praktikum ist so lala...recht interessant, aber ich weiß jetzt schon, dass ich nicht zum Flughafen will später!! Und die Diplomarbeit geht auch nicht so richtig voran...das wird langsam etwas eng! Sonst gehts mir aber juut...Fuß ist wieder heile, mache jetzt wieder bisserl Sport..langsam rantasten!!
So..leider schon vorbei...Diplomarbeit schreit mich an...ich will nicht hören...aber ich muss!
Drück euch
Marcel
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