Mittwoch, 4. Februar 2009

ein bisschen vom Norden Argentiniens

Auf dem Weg von Igúazu nach Salta machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Resistenca, einer kleinen Stadt, die sich damit ruehmt, die Welthauptstadt der Skulpturen zu sein. Ungefaehr 300 Kunstwerke findet man in dieser kleinen Stadt, verteilt in Parks und an Strassenecken. Da wird einem nicht langweilig, wenn man an der Ampel wartet. Unvergessen bleibt auf diesem Stopp der Sonnenuntergang ueber dem Parana, einem der groessten Fluesse der Welt, den wir schon von der Besichtigung des Itaipu-Staudamms (noch der groesste Staudamm der Welt) her kennen.
zur Groessenveranschaulichung, die jede einzelne Turbine hat einen Durchmesser von 11m

Am naechsten Tag ging es weiter nach Salta, von wo wir einen 2-taegigen Ausflug in den Norden der Stadt zur Quebrada de Humahuaca und nach Salinas Grandes unternommen haben.

Die kleine Reise haben wir zusammen mit Benoît, einem Franzosen den wir im Hostel kennengelernt haben, in einem Mietwagen bewaeltigt. Zuerst ging es nach Purmamarca, einem kleinen Dorf vor dem famosen 7-farbigen Berg. Von dort war es nur noch einen Katzensprung bis nach Humamarca und Tilcara, wo wir dann auch uebernachtet haben. Wie laesst man hier am Abend den Tag am besten ausklingen? Richtig, mit nem ordentlichen argentinischen "Bife de Lomo", einem sagenhaft zarten Rindersteak, wahlweise a Ponto (rosa) oder wie die Spanier sagen "ida y volta" (heisst "hin und zurueck" und bedeutet die Kontaktzeit des Steaks mit dem Grillfeuer). Ein Genuss kann ich euch sagen!!!
Cerra de 7 Corres

Nach einer sehr erholsamen Nacht ging es nach Salinas Grandes, dem grossen Salzsee.
Hier kommt der Bewaeltigungsaspekt der Reise zum Vorschein, da man einen 4200 Meter hohen Pass bewaeltigen muss. Auto und Lungen verlangten nach Sauerstoff!
der Beweis

In der Salzwueste angekommen, machte sich die Investition von 7 Euro fuer 2 Sonnebrillen bezahlt, die wir noch schnell am Abend zuvor in Tilcara kauften. Nicht geblendet vom Weiss der Salzkristalle, konnten wir beobachten, wie hier Salz produziert und verarbeitet wird. Anschliessend mussten wir dann auch schon wieder die Rueckreise nach Salta antreten und der Mietwagen hatte 650km mehr auf dem Buckel.
Bevor wir am naechsten Tag weiter nach Cordoba aufbrachen, haben wir dem Museo de Arqueología de Alta Montaña kurz MAAM noch einen Besuch abgestattet.

Das Museum ist bekannt fuer seine Ausstellung ueber drei Inca-Kinder, die auf einem ueber 6000m hohen Berg in der Naehe Saltas gefunden wurden. Sie wurden vor ueber 500 Jahren traditionell geopfert und bei lebendigem Leib mitsamt weitern Opfergaben vergraben. Die natuerlichen Bedingungen haben die Koerper konserviert und dank der unglaublichen Arbeit der Archeologen konnten diese ohne Verlust geborgen und im Museum unter gleichen Bedingungen erhalten und ausgestellt werden.

Da natuerlich keine Bilder gemacht werden konnten, stellen wir euch einen link zur Verfuegung, falls ihr interessiert seid. Leider ist der Beitrag in Englisch. Einfach auf "see more pics" klicken.


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